Natural Olympia 2017

Eine Woche nach der 14. GNBF e.V. Deutschen Meisterschaft am 04.11.2017 erzielte das Deutsche Athleten-Team der GNBF e.V. große Erfolge beim INBA Natural Olympia (www.naturalbodybuilding.com)

 

Frank Metzler:

Gesamtsieger Men`s Physique und neuer PNBA Pro!

 

Rüdiger Lang:

2. Platz - Grand Masters Men (50 bis 59 Jahre) von 14 Teilnehmern

 

Christian Kellenberger:

9. Platz - Men`s Bodybuilding open von 17 Teilnehmern

 

Angelo Esser:

Masters Men (40 bis 49 Jahre) - 7. Platz von 11 Teilnehmern.

 

Nachfolgend die Erfahrungsberichte von Rüdiger Lang und Angelo Esser zum Wettkampf.

 

Weitere Fotos sind auf den Facebook-Profilen der oben genannten Athleten zu finden.

 

Mit sportlichen Grüßen

Berend Breitenstein

GNBF e.V.-Gründer/Präsident  

 

Rüdiger Lang:

"Ich startete in der Klasse Amateur Grand Masters Men B/B 50 – 59 Jahre, es waren 14 Athleten am Start aus 6 Nationen und habe dabei den zweiten Platz erreicht, was mich sehr positiv stimmt, war ich zum ersten Platz näher dran als zum dritten.

Mit dem zweiten Platz habe ich natürlich nicht gerechnet mein Ziel ist halt immer in das Finale kommen was dann kommt ist doch einfach toll und so war es dann auch.

Ich finde der INBA Verband ist im gesamten gut Organisiert das macht dann für den Athleten schon spaß. Die Eröffnung war schon toll gewesen wenn alle Nationen auf der Bühne vorgestellt werden, dann  hat man doch einen recht guten Überblick von dem Gesamten WK es war schön anzusehen und sehr schön selber dabei sein zu können. Die Halle war optimal groß die Bühne war auch super alles einfach und gut. Der Athleten Bereich war etwas klein das war dann doch schon sehr eng gewesen.

Der WK insgesamt ging doch sehr zügig voran hätte ich doch fast meinen verpasst, nun 14 Athleten standen in der Grundstellung und schon hat die Jury 5 Finalisten mit der Startnummer aufgerufen und zur Seite stehen lassen dann machten die 9 Athleten ihr Posing durch, danach kamen dann die 5 Finalisten zu ihrem Posing dran. Als allerletzt haben alle 14 Athleten nochmals ein kurzes Pflicht Posing machen müssen. Dann war für mich ca. 7 std. Pause bis es wieder auf die Bühne ging. Ich habe ja nicht gewusst wie das ganze hier abläuft hatte gedacht es wird nochmal Finale gepost aber dem war nicht es war dann doch gleich die freiwillige Musik - Kür und die Siegerehrung was dann sehr schön war auf dem zweiten Podest platz zu stehen zwischen zwei Amerikaner.

Ich bin damit mit einigen Punkten überrascht worden das es doch immer wieder so unterschiedlich sein kann solche Wettkämpfe, deswegen bin ich froh das ich die Reise gemacht habe. Was dann auch noch schön war den Trainingsanzug von Viliam Rigo der Elite Tour bekommen zu haben und natürlich unser Deutsches Team was sehr viel spaß gemacht hat.

Alles in allem war es für mich ein riesen Erlebnis, meine Gedanken sind schon wieder 8. – 10 .11.2018 Mr. Olympia in Las Vegas starten zu wollen, wäre so toll wenn das klappen würde. Reise geht weiter,…."

 

Angelo Esser:

"Anbei ein kurzer Bericht zu meiner "Las-Vegas Natural Olympia Reise im November 2017". Gerne möchte ich ein paar Erfahrungen mit Euch teilen, die Euch vielleicht als Hilfe dienen, wenn Ihr dies in Zukunft auch mal plant. Da ich dienstlich und privat schon 12x in den USA war, könnt Ihr mich bei konkreteren Fragen auch gerne kontaktieren über ae.esser@hotmail.de.

Wie wir alle wissen, war die DM am Samstag den 04.11.2017 in Siegen. In der Nacht zum 05.11.2017 entschieden meine Frau und ich mich nach Rücksprache mit Berend, 2 Tage später die Reise nach Las Vegas anzutreten. Eine unvergessliche Anekdote ist das Gespräch mit Berends Mutter nach der DM, das auch mitentscheiden war, diesen Entschluss zu fassen. Sie meinte "Man muss die Gelegenheit spontan nutzen, wenn einem die Chance gegeben wird." Sie würde es auf jedenfalls tun an unserer Stelle.

Sonntag 16 Uhr daheim (in der Nähe von Stuttgart) angekommen, ging dann die Planung los, was mitunter bisle stressig wurde, aber durchaus an einem halben Tag machbar. Man muss für seine Träume kämpfen ! Soviel vorab: Wer mit der Idee spielt, bei der Olympia in Vegas mal teilzunehmen, es lohnt sich !

Wenn man sich im Frühjahr bei der IDM oder durch andere internationale Wettkämpfe qualifiziert, hat man natürlich einige Monate Zeit, zu planen und zu buchen. Aber manchmal muss man auch spontane Entscheidungen treffen im Leben, um seine Träume zu verwirklichen. Wenn Ihr Euch also erst bei der DM im Herbst entscheidet, in Las Vegas zu starten: Machen ! Keine Angst, das ist "locker" zu organisieren.

Da man in Wettkampfform ist, braucht man auch nicht noch eine extra Diät einzuschieben, wenn man einige Tage später einen Wettkampf anhängt. Als erstes braucht man ein ESTA-Visum, um in die USA einreisen zu dürfen. Dies macht man online. Das Ausfüllen benötigt ca 15 Minuten Zeit, es werden Fragen zu den geplanten Aufenthaltsorten, Namen Eurer Eltern etc gestellt. Die ESTA ist 2 Jahre gültig. Es kann allerdings bis zu 72 Stunden dauern, bis man die Genehmigung dann per email erhält. War in unserem Fall ziemlich knapp, da der Flug schon gebucht war, in 36 Stunden später. Aus Erfahrung kommt die Bestätigung aber immer 1-4 Stunden nach Antragstellung, so auch diesmal. Wer Zeit hat, sollte dies also frühzeitig machen, um auf der sicheren Seite zu sein.

 Obwohl wir in Stuttgart wohnen, sind wir von Frankfurt aus geflogen. Dies lohnt meist, der Preis war 50% im Vergleich zu Stuttgart und man hat eine viel größere Flexibilität der Reisezeiten. Wir sind z.B. aus Vegas abends zurückgeflogen, so hatte man noch fast einen Tag mehr Zeit zum Sightseeing. Der Stuttgart Flug wäre morgens zurück geflogen. Beim Hinflug hat man fast immer einen Zwischenstopp in den USA, meist Dallas oder Atlanta. Hier solltet Ihr auf jedenfalls mindestens 2,5 bis 3 Stunden Umstiegszeit planen. Manche Angebote haben nur einen Zwischenstopp von 90 Minuten. Der Einreise-Prozess beim Erstbetreten der USA zieht sich ewig: lange Warteschlangen, da fast jeder durch die Behörden-Mitarbeiter befragt und mehrmals kontrolliert wird....

 Die Hotel-Buchung haben wir vor Ort gemacht. Dies ist aber nicht zu empfehlen, da im Nachhinein eine Buchung über z.B.booking.com deutlich günstiger gewesen wäre.

Der Veranstalter der "Natural Olympia" ist die INBA/PNBA. Auf der Homepage gab es einige wenige Infos, u.a. die Vorgaben, dass man das Rio Hotel beziehen muss, da ansonsten die Startgebühr 100 $ höher sei. Dies war auch tatsächlich so ! Ich sprach mit einigen internationalen Athleten, die tatsächlich 100 $ mehr Startgebühren gezahlt hatten, da sie in einem günstigeren Hotel wohnten. Insgesamt war das Rio Hotel ok. Wir hatten eine Suite im 38.Stock und einen gigantischen Blick über die Stadt ! Im Rio gibt es auch ein für ein Hotel gutes Gym, wo man sein Entlade-Training sehr gut absolvieren konnte.

 Die Anmeldung war die größte Sorge. Berend sagte uns in Siegen, dass es hoffentlich noch klappt, so kurzfristig starten zu können. Ich rief montagmittags (unserer Zeit; Achtung 9 Stunden Zeitverschiebung zu Vegas) im Sekretariat der INBA an (Tel.Nummer steht auf deren Homepage). Die Dame war die Tochter des Präsidenten und schrieb mich zum Wettkampf ein. Allerdings musste ich telefonisch noch eine Mitgliedschaft in der INBA machen. Wenn man mehr Zeit hat, geht dies auch online auf der INBA-homepage.

Tanning-Service vor Ort ist auch sehr zu empfehlen, für die die dies nutzen wollen. Preislich und qualitativ auf Pro-Tan Niveau. Das komplizierteste vorm Wettkampf war die Ernährung in den USA. Für den Flug hatte ich noch 3 kg Hähnchen vorgebraten, bei der Einreise darf man aber keine Lebensmittel einführen. Und die Rio-Hotel Suite hatte keine Küche, um selbst zu kochen. Es ist nicht ganz so einfach, im Fast-Food Land USA an salzfreies, fett- und kalorienarmes Protein zu kommen ! Im Rio gab es zwar ein Restaurant namens "Sport Grill", aber mit wettkampf-gerechtem Essen hatte das nichts zu tun ! Also bin ich 4x pro Tag zum Koch persönlich gegangen, der dann meine Wünsche umsetzte.

Zum Wettkampf selbst:

Die 20.te Natural Olympia war angesetzt von Donnerstag bis Sonntag. Donnerstag Anmeldung, Freitag Amateur INBA Contest, Samstag PNBA Pro Wettkampf, Sonntag Athleten-Brunch (haben wir aber nicht gemacht, da wir ein sightseeing der Vegas-Umgebung machen wollten).

Erstmal war ich froh, dass ich in Rüdiger Lang, Frank Metzler und Christian Kellenberger drei weitere deutsche Athleten getroffen habe. Alle sind sehr erfahrene GNBF-Vorbilder, die auch schon viele viele internationale Auftritte hatten und von denen man nur lernen kann !

Die Anmeldung Donnerstag ging recht zügig und bei mir unkompiziert, da die Dame im Sekretariat mich ja schon überall eingetragen hatte, inkl. INBA Mitgliedschaft. Gesamt war die Gebühr 350 $. Ein bischen verwunderlich war, dass weder der GNBF-Mitgliedsausweis noch irgendeine Info zur Qualifikation erfragt und scheinbar auch nicht kontrolliert wurde.

 Freitag dann der INBA Wettkampf. Es standen ca 60 Klassen auf der Agenda. Mitunter einige für uns Deutsche nicht bekannte Klassen wie z.B. Kids, Tattos, Bikini-Mamas. Ok, man muss nicht alles gut finden, was die Amerikaner veranstalten, wenn ich auch ansonsten das typisch klischeehafte eigentlich mag.

Es begann dann mit Bühnen-Gruppenfotos. Alle Teams mitsamt Flagge (und Hintergrundmusik) beschritten die Bühne, bis dann schließlich alle oben standen und es bisle eng wurde. Es waren wohl 48 Länder vertreten, teilweise mit Team-Stärken von ca 30-40 Athleten. USA selbst hatte noch deutlich mehr, war ja auch ein Heimspiel und somit kein Anreiseaufwand für die Starter.

Es folgte eine Ansprache von Frau Kakos (frau vom Präsidenten) und dem Besitzer der Firma Gainsinbulk, der anscheinend Hauptsponsor ist, und auch auf den Naturalbodybuilding-Spirit einging.

Die Body 40-49 Klasse war die 30.Klasse der Agenda und ich konnte nur in etwa abschätzen, wann diese dran war. Insgesamt wurden die Klassen dann sehr zügig durchgezogen, sodass meine Abschätzung von durchschnittlich 10 Minuten pro Klasse ziemlich genau zutraf.

Insgesamt ist meine Meinung zu der Qualität der Athleten, dass es auf der einen Seite sehr sehr gute Starter gab. Vor allem auch bei den Pro-Klassen Samstags war die Form derart stark, dass es keinen Unterschied mehr zu internationalen Veranstaltungen anderer Verbände gibt. Ob in allen Ländern die Doping-Kontrollen so intensiv und qualitativ wie bei uns beim GNBF sind, will ich hier nicht beurteilen. Auf der anderen Seite gab es auch Athleten, die beim GNBF mit Sicherheit die Qualifikation nicht geschafft hätten. Also sehr gemischte Qualität des Starterfeldes.

In meiner Klasse traten schlussendlich mit mir 11 Athleten an und ich wurde als Platz 7 bewertet… In ein paar beigefügten Fotos sieht man meine Klasse…..

Ein bisschen schade war, dass es abends kein „richtiges“ Finale mehr gab. Um 15 Uhr war die Vorrunde vorbei, für einige der frühen Klassen natürlich schon am morgen. Im sogenannten Finale ab 18:30 Uhr wurde lediglich die Siegerehrung pro Klasse vollzogen, es traten nur noch die Klassensieger zum Gesamtsiegerstechen an.

 An dieser Stelle nochmal meinen herlichsten Glückwunsch an Frank Metzler zum Titel- und an Rüdiger Lang zum Vize- Olympia-Titel !! Starke Leistung, verdiente Siege !!

Fotos vom Wettkampf in professioneller Qualität kann man nur käuflich erwerben, gegen 135 $ pro Klasse. Hier sieht man also nochmal, dass es nicht selbstverständlich ist, dass der GNBF diesen Service kostenlos bietet. Also nochmal vielen Dank an die Profi-Fotografen der GNBF-Veranstaltungen !

Vielen Dank an Rüdiger für unser Team-Foto !

Falls Ihr weitere Fragen habt, bitte keine Hemmungen, Ihr könnt mich jederzeit einfach anschreiben.

Insgesamt war diese Reise Wahnsinn, ein Traum ist wahr geworden ! Wenn Ihr die Möglichkeit habt: Machen Allerdings müsst Ihr Euch im Klaren sein, dass dies nicht günstig ist ! Wir hatten am dritten USA-Tag den Wettkampf und dann noch 4 Tage Urlaub angehangen. Um einige Sehenswürdigkeiten anzufahren und immer mobil zu sein, hatten wir auch die ganze Zeit einen SUV-Leihwagen. Als Anhaltspunkt: Gesamt hat uns die Reise für 2 Personen inkl. (Flug, Hotel, Mietwagen, Essen-vor-Ort, Anmeldegebühren, Tanning, ...) 4000 € gekostet. Wenn man alleine fliegt, ohne Urlaubstage anschließend, ohne Leihwagen etc kann man es vielleicht auch für ca 1500 € schaffen, wenn man es vorab gründlich studiert".

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