Out of Season-Tests 2015


Name Testdatum Ergebnis
Mirko J. 18.01.2015 negativ
XXX 18.01.2015 negativ
XXX 11.02.2015 negativ
XXX 05.03.2015 negativ
XXX 05.03.2015 negativ
Birthe M. 12.03.2015 negativ
Anastasios F. 20.06.2015 negativ
XXX 06.07.2015 negativ
Fabian B. 07.07.2015 negativ
Dr. Michèl G. 06.08.2015 negativ

Meeko M.

10.08.2015 negativ
Pascal H. 16.09.2015 negativ
Thomas H. 01.10.2015 negativ

Vereinzelt liegt uns von GNBF e.V.-Athleten keine Zustimmung zur Veröffentlichung ihres negativen Testergebnisses vor. Diese Athleten werden daher an dieser Stelle nicht namentlich nicht genannt (XXX).


Info vom 06.10.2015:

Bisher gibt es (für mich persönlich nicht nachvollziehbar) vier Athleten (drei  männliche und eine weibliche Athletin, die sich gegen das Schreiben eines Erfahrungsberichtes ihres Out-of-Season-Tests ausgesprochen haben und auch nicht namentlich genannt werden möchten. Das Testergebnis aller bisher getestenen Athleten ist negativ. Die anwaltliche Auskunft auf Nachfrage des Präsidiums der GNBF e.V. zu dieser Thematik lautet: "...auch wenn es objektiv schwierig zu verstehen ist, sollten Sie zumindest bei negativen Probe-Ergebnissen gegen den Willen des Athleten keine Texte oder Daten veröffentlichen. Dies wäre rechtlich problematisch und man muss es wohl auch persönlich respektieren".

 

Die GNBF e. V. befolgt den ihr gegebenen anwaltlichen Rat, aber:

Athleten, deren Tests positiv auf den Gebrauch von Dopingmitteln ausfallen werden selbstverständlich genannt. Diese Info wird in Übereinstimmung mit dem GNBF e. V.-Anti-Doping-Regelwerk dann entsprechend auf verschiedenen Kanälen verbreitet, inklusive des Internets.

 

Mit sportlichen Grüßen,

Berend Breitenstein


Info vom 26.08.2015:

Im Zusammenhang mit den durch die GNBF e.V. durchgeführten Out-of-Season-Dopingtests ergab die Auswertung einer Probe durch das WADA-akkreditierte Labor des Instituts für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden in Kreischa folgendes Ergebnis:

 

"In der Probe XXXX (Nummer liegt mir vor) wurde ein auffälliges Steroidprofil gemäß WADA TD2014EAAS festgestellt (s. ADAMS)".

 

Diese Aussage alleine genügt noch nicht, um definitiv sagen zu können, ob der Athlet verbotene Substanzen eingenommen hat oder nicht. Um diesen Verdacht auszuräumen, hatte sich die GNBF e.V. daher dazu entschieden, eine kostspielige IRMS-Analyse (einige hundert Euro) der entsprechenden Probe in Auftrag zu geben.

 

Nachfolgend hierzu erklärende Worte des Anti-Doping-Beirats der GNBF e.V., Herrn Prof. Dr. Dr. Martin Hörning:
"Die Kohlenstoffisotopen-Massenspektrometrie (IRMS = isotope ratio mass spectrometry) ermöglicht den eindeutigen Nachweis eines Dopings mit endogenen Steroidhormonen wie Testosteron, Dihydrotestosteron und Dehydroepiandrosteron. Dabei wird das Verhältnis der Kohlenstoffisotope 13C und 12C von Testosteron und/oder seiner Metaboliten in einer Urinprobe ermittelt. Wenn ein im Rahmen einer Dopingprobe gemessener Steroidwert zu hoch ist, hilft die Messung, natürlich hohe Spiegel von dopingbedingt hohen Spiegeln zu unterscheiden. Denn das 13C/12C-Verhältnis von körpereigenem Testosteron unterscheidet sich vom 13C/12C-Verhältnis des in medizinischen Präparaten enthalten Testosterons. So lässt sich die Herkunft des gemessenen Testosterons (vom Körper produziert bzw. von außen zugeführt) ermitteln".

 

Heute rief mich das Institut an und teilte mir mit, dass die entsprechende Probe negativ auf die Zufuhr von exogenem Testosterons ausgewertet wurde und der Athlet daher vom Verdacht des Dopings befreit ist. Aus rechtlichen Gründen darf ich keinen Namen nennen, der entsprechende Athlet hat sich dagegen ausgesprochen und hat auch auf das Schreiben eines Erfahrungsberichtes seines bei ihm durchgeführten Out-of-Season Dopingtests verzichtet.

 

Mit sportlichen Grüßen,

Berend Breitenstein


Mirko Jurkovic über seinen Out-of-Season-Test am 18.01.2015:

 

"Als es am Sonntag, den 18.01.2015 um 16.50 Uhr klingelte, und ein Mann vorgab, er sei von der GNBF beauftragt worden einen Test durchzuführen, war ich sehr überrascht.

Dass ausgerechnet ich mich einem Test unterziehen musste, veranlasste mich zu einem ungewollten Dauergrinsen. Den Sport habe ich bislang ohne Wettkampfambitionen betrieben.

Die GNBF verfolge ich jetzt schon einige Jahre aufmerksam, weshalb ich mich entschloss Anfang Januar beizutreten, da ahnte ich nicht, dass ich 2 ½ Wochen später mit einem Urintest in das Vereinsleben begrüßt wurde. Als mir der nette Herr seine Vollmacht zeigte, wich er mir ab diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Seite. Die Geduld und die angenehme Persönlichkeit des Herrn fielen mir auf, denn man stellt sich die Dopingpolizei ja anders vor. Neben den Personalien musste ich in das Dopingkontrollformular eintragen, welche Medikamente und Nahrungsergänzungen ich in den letzten 7 Tagen eingenommen hatte. Leider hatte ich kurz vor seinem Besuch meine Blase entleert.

Deswegen dauerte es eine knappe Stunde bis ich mich dem Kampf mit dem Becher widmen konnte. Während der Wartezeit unterhielten wir uns in meiner Küche über allgemeine Sportarten, da die GQS nicht nur Bodybuilder der GNBF, sondern auch Leichtathleten, Turner etc. testet. Eine wirklichkeitsfremde Szene war für mich als der Kontrolleur mich direkt beim urinieren in den Becher beobachtete, um Manipulationsversuche von unehrlichen "Athleten" zu vermeiden. Schon ein seltsames Gefühl. Nachdem beide Proben versiegelt wurden, verabschiedeten wir uns. Unangekündigte Tests sind durch ihre Unkalkulierbarkeit ein wichtiger Bestandteil des sauberen Bodybuildings und müssen so oft wie möglich von qualifizierten Kontrolleuren, wie beispielsweise der GQS, durchgeführt werden."


Rene Büssow über seinen Out-of-Season-Dopingtest am 11.02.2015:

 

"Am Abend des 11.02.2015 kochte ich gerade mein Essen für den nächsten Tag vor, als es unerwartet um 19:30Uhr an meiner Tür klingelte. An der Sprechanlage kündigte sich ein GQS-Mitarbeiter an, der im Auftrag der GNBF, einen Out of Season Test durchführen sollte. In meine Wohnung lies mich der Kontrolleur nicht mehr aus den Augen. Wir sprachen etwas über meine Vorbereitung und ich kochte nebenbei mein Essen fertig. Dies entspannte auch die ganze Situation, da es für mich meine erste Dopingkontrolle war. Danach erklärte er mir wie der Test ablaufen wird und wir füllten alle Formulare aus (Hier wurden Dinge wie Adresse, Geburtsdatum aber auch Supplemente aufgeführt). Auf der Toilette musste ich mich komplett entkleiden und eine Probe abgeben die danach sicher und ordnungsgemäß mit einer Identifikationsnummer verpackt wurde. (A und B Probe)Die Dopingkontrolle empfand ich als sehr professionell und eine sehr gute Sache um unseren Sport Dopingfrei zu halten. Ich freue mich auf den Wettkampf!"


Martin Streifinger zu seinem Out-of-Season-Dopingtest am 05.03.2015:

 

„Nachdem ich erst seit Beginn des Jahres Mitglied bei der GNBF bin und mich auf meinen ersten Wettkampf vorbereite, war ich natürlich sehr gespannt wie genau die Dopingkontrollen - unter anderem auch unter der Saison - aussehen. So staunte ich am Mittag des 5. März 2015 nicht schlecht als mein Handy klingelte und sich jemand sehr freundlich als „von der GNBF zum Dopingtest beauftragt“ vorstellte. Der Mann erklärte mir, dass er vor meiner Haustüre steht und mich nicht antreffen kann. Nachdem ich kurz erklärte, dass ich gerade in der Arbeit bin und wir die Adressen austauschten, saßen wir schon eine halbe Stunde später unter sehr netter aber ständiger Beobachtung zusammen an der Ausfüllung der Formalien zum Test. Nachdem alle Fragen beantwortet und der Ablauf besprochen wurde, ging es auch schon ans eingemachte. Der Test fand für meine Begriffe absolut ohne Manipulationsmöglichkeiten statt, was mich wirklich nachhaltig sehr begeistert hat! Das äußerst bestimmte aber dennoch sehr freundliche Verhalten des Testnehmers hat mich sehr darin bestärkt in einem Verband wie der GNBF meinen ersten Wettkampf zu starten!“


Simon Kaiser zu seinem Out-of-Season-Dopingtest am 12.03.2015:

 

"Am Abend des 12.03. 2015 so gegen 19:15 Uhr bekam ich die Nachricht meines Vaters, ich soll bitte nach Hause kommen. Dort angekommen saß bereits ein Herr im Haus, der sich als GQS-Mitarbeiter im Auftrag der GNBF für den Dopingtest Auswies. Er erklärte mir was folgend alles gemacht wird. Erstaunt darüber wie exakt das alles verlief, füllten wir zuerst einen Teil auf Papier aus (Personalien usw.). In der Mitte angelangt musste ich alle Medikamente / Supplemente aufführen die ich zu mir nehme. Nachdem dies erledigt war folgte der nächste Schritt zur Urinprobe. Im Badezimmer und unter Sichtkontrolle musste ich mich komplett ausziehen. Nach Abgabe der Probe gingen wir wieder zurück und verpackten die Probe ordnungsgemäß und mit einer Nr. versiegelt. Der Herr prüfte noch vor Ort den Urin, doch blöderweise war dieser zu dünn, so mussten wir nochmal ca. 2 Std. warten. Nach Abgabe der 2ten Probe war dann alles in Ordnung. Den Dopingtest fand ich sehr professionell habe mich auch sehr darüber gefreut dass wirklich jemand gekommen ist, den das zeigt mir das das Regelwerk der GNBF funktioniert. Somit freue ich mich auf den nächsten Wettkampf."


Anastasios Fallias zu seinem Out-of-Season-Dopingtest am 20.06.2015:

 

„Samstagabend, der 20.06.2015, 20:00 Uhr. Ich bereite mich vor um mit meiner Familie Essen zu gehen als es auf einmal an unserer Haustüre klingelt. Ich öffne die Türe und sehe einen netten Mann mit Umhängetasche. Er stellt sich als Mitarbeiter der Global Quality Sports GmbH vor und sei im Auftrag der GNBF da um einen Dopingtest durchzuführen. Überrascht und aufgeregt bitte ich ihn ins Haus. Nach kurzem Smalltalk, fangen wir an die notwendigen Dokumente auszufüllen und er erklärt mir den Ablauf des Urintests. Der Prüfer lässt mich nicht mehr aus den Augen. Selbst als ich kurz den Raum verlassen muss um mich zu vergewissern welche Supplemente ich in den letzten 7 Tagen konsumiert habe (ich war mir nicht sicher welche Proteinriegel ich gegessen hatte) folgt er mir auf Schritt und Tritt. Nach dem wir den schriftlichen Teil abgeschlossen haben, gehen wir ins Badezimmer. Zum Glück ist meine Blase voll genug. Ich fülle den Behälter unter ständiger Beobachtung des Prüfers und vollständig entkleidet. Wir gehen zurück ins Wohnzimmer. Dort fülle ich die Probe in zwei andere Behälter um und versiegele sie. Er packt die Proben wieder ein und verabschiedet sich. Ich  war über den professionellen Ablauf der Dopingkontrolle sehr erstaunt. Jeder Schritt war genau vorgegeben. Ich hätte niemals erwartet, dass gerade ich für den Out-of-season-Dopingtest ausgesucht werde. Trotzdem bin ich froh, dass sich die GNBF an seine Dopingtests hält und das mit solch einer Professionalität“.


Dr. Michel Gleich zu seinem Out-of-Season-Dopingtest am 06.08.2015:

 

"Als nationaler und internationaler Fitness-Athlet habe ich mich aktuell einer unangemeldeten Dopingkontrolle der Global Sports Quality GmbH (GQS) unterzogen. Gegen Mittag des 6. August 2015 wurde ich von einem Mitarbeiter des Instituts daheim aufgesucht. Zunächst wurden die obligatorischen Daten wie Anschrift, Name und ergänzende Personeninformationen erfasst. Die Bemerkungen im Feld „Nahrungsergänzungsmittel“ blieben frei, da ich meine sportliche Leistung ausschließlich über eine gesunde und ausgewogene Ernährung gewährleiste. Der folgende praktische Dopingtest verlief sehr professionell und unter den wachsamen Augen des Kontrolleurs. Abschließend wurden die beiden Urinproben eigenhändig von mir versiegelt und verpackt. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der gesamte Ablauf der Dopingkontrolle seitens des Mitarbeiters der GQS äußerst professionell und kompetent durchgeführt wurde.

Ich wünsche mir, dass in Zukunft vermehrt systematische Dopingkontrollen durchgeführt werden und das diesbezüglich die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden können. Es ist richtig und wegweisend, wenn Athleten eine kontinuierliche „positive Angst“ vor derartigen Kontrollen haben. Vor, während und nach den Wettkämpfen. Jederzeit.

Ich lebe den Leistungssport seit jeher nach den Grundprinzip der Fairplay. Die erbrachten Leistungen - egal in welcher Sportart - sollten stets auf einem natürlichen Wege herbeigeführt werden. Leidenschaft, Motivation und vor allem Spaß sind die Schlüssel zum Erfolg! Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Ich wünsche allen Athleten weiterhin viel positive Kraft!

Dr. Michèl Gleich"

 


Meeko Mikolaschek zu seinem Out-of-Season-Dopingtest am 10.08.2015:

 

"Am Montag den 10.08.2015 gegen 17 Uhr hatte ich es mir gerade vor dem Fernseher gemütlich gemacht, als es an der Tür klingelte.

Ich öffnete diese und ein mir nicht unbekanntes Gesicht lächelte mir mit gezücktem Ausweis entgegen.

"Grüße Sie Herr Mikolaschek, Dopingkontrolle! Wir kennen uns ja bereits von der Meisterschaft."

Ich entgegnete ihm "Ich muss sie warnen, meine Wohnung ist ein ziemlicher Saustall - ich renoviere gerade", was in diesem

Moment meine einzige Sorge war. Über den Besuch habe ich mich gefreut, da ich nun mit eigenen Augen sehen konnte, wie

die GNBF ihre Out-of-season-Tests duchführen lässt und man selbst beweisen kann, dass man für einen sauberen, fairen Sport steht.

Unglücklicherweise hatte ich mich 5 Minuten zuvor erleichtert, begann aber gleich damit, jede Menge Tee zu trinken. Fast 3 Stunden später, in denen wir uns über alles von der GNBF über die allgemeine Situation im Leistungssport bis hin zu meinem letzten Urlaub unterhielten, versuchte ich mein "Glück". Das Prozedere war mir bereits von der Meisterschaft im Mai bekannt, daher ging alles recht zügig von der Hand. Die Kontrolle selbst wird sehr professionell gehandhabt und auch die Probe ebenso behandelt. An der Stelle möchte ich noch anmerken, dass es nahezu unmöglich ist,  in irgendeiner Weiser zu betrügen oder die Probe zu manipulieren, da leider immer wieder Zweifel diesbezüglich aufkommen. Ich wurde jetzt zum 2. Mal innerhalb von 4 Monaten getestet - das zeigt, dass es Athleten auch definitiv mehrmals im Jahr "treffen" kann.

Alles in allem war es eine angenehme Erfahrung - das nächste Mal ist die Wohnung auch aufgeräumt, versprochen!"


Thomas Holzer zu seinem Out-of-Season-Dopingtest am 01.10.2015:

 

"Am Donnerstag den 01.10.2015 gegen 16:45 Uhr kam bei in der Arbeit unerwartet ein Herr auf mich zu, stellte sich freundlich vor und sagte er sei von der GNBF beauftragt worden einen Dopingtest durchzuführen. Ich war ziemlich überrascht weil ich so etwas vorher noch nie erlebt habe. Wir gingen in der Aufenthaltsraum meiner Arbeit und fingen mit der Kontrolle an. Als erstes wollte er meinen Personalausweis haben um ihn mit seinen Daten abzugleichen, danach erklärte er mir wie das ganze abläuft und brauchte nur noch eine Unterschrift dass ich mit der Kontrolle einverstanden bin. Daraufhin fingen wir schon mit dem Urintest an. Ich musste mich komplett entkleiden und den Urinbecher, unter seiner Beobachtung, füllen. Anschließend wurden zwei Flaschen (A bzw. B Probe) von mir gefüllt, verschlossen und versiegelt. Zuletzt wurden dann die Nummern der Proben und Daten kontrolliert, und die Formulare unterschrieben. Somit war der Test auch schon vorbei, und wir verabschiedeten uns.

Der gesamte Dopingtest lief sehr professionell ab was ich persönlich für sehr positiv empfinde, dadurch kann ich mir sicher sein dass alles unter fairen Bedingungen abläuft".