Wettkampfreport / Contest report

1. GNBF e. V. internationale

Deutsche Meisterschaft 2015


2. Mai 2015 in Neu-Ulm/Bayern

 

 

Text: Berend Breitenstein

Fotos: Thomas Konstandin (konstandin.fotograf.de), Thomas Keller (www.musclevideo.de)

 

 

Als sich im letzten Jahr abzeichnete, dass die Teilnehmerzahlen an der 11. GNBF Deutschen Natural Bodybuilding Meisterschaft 2014 explodieren würden (am Ende standen 191 Athleten auf der Bühne), konkretisierte sich sehr schnell die Idee, in 2015 eine zweite Meisterschaft der GNBF auszurichten. Somit war im Herbst vergangenen Jahres die Geburtsstunde der GNBF internationalen Deutschen Meisterschaft gekommen.

 

Zum besseren Verständnis nachfolgend einige Zeilen zur Verdeutlichung des Unterschieds zwischen der IDM und der DM: Während es bei der GNBF Deutschen Meisterschaft ausschließlich eine internationale Klasse gibt, in der alle Wettkampfathleten teilnehmen dürfen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, können bei der internationalen Deutschen Meisterschaft alle Athleten – unabhängig ihrer Nationalität – in den jeweiligen Klassen gegeneinander antreten.

 

Natürlich gelten auch bei der GNBF internationalen Deutschen Meisterschaft – ebenso wie bei der GNBF Deutschen Meisterschaft – strikte Dopingkontrollen. Alle Dopingtests werden durch Mitarbeiter des „Global Quality Sports“-Instituts abgenommen (www.gqs-antidoping.de). Dieses Institut ist ein unabhängiger Dienstleister zur Durchführung von Dopingkontrollen im Sport. Durch die professionelle Arbeitsweise von GQS können GNBF-Athleten sicher sein, korrekt ablaufende Dopingkontrollen zu erhalten. Anschließend erfolgt die professionelle Auswertung der Dopingproben im WADA (World Anti Doping Agency)-akkreditierten Dopinglabor des Instituts für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden in Kreischa (www.idas-kreischa.de). Die Kosten für die Abnahme sowie die Analyse der Urin-, Blut- und/oder Haaranalysen im Zusammenhang mit der 1. GNBF internationalen Deutschen Meisterschaft bewegen sich bei ca. 8.000 Euro.

 

Zusätzlich wird in begründeten Fällen, sprich nach einer Überschlagsrechnung mit entsprechenden Werten der FFMI (Fettfreie-Masse-Index), der Teilnehmer ermittelt. Athleten mit einem FFMI-Wert von über 26 sind bei der GNBF nicht startberechtigt. Weitere Informationen zum FFMI sind online ersichtlich oder auf Anfrage bei Herrn Dr. Andreas Müller via E-Mail: andreas@muellerwerdau.de erhältlich.

 

Zur Premiere der GNBF internationalen Deutschen Meisterschaft am 2. Mai 2015 im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm (Bayern) standen insgesamt 118 Athleten auf der Bühne, die in 14 ausgeschriebenen Klassen um die jeweiligen Titel in ihrer Kategorie kämpften. Zusätzlich wurde erstmalig der Wettkampf der GNBB (German Natural Bodybuilding) Pro Division veranstaltet. Vier Top-Athleten gaben hier ihr Bestes, um den größten Anteil des Preisgeldes von insgesamt 3.000 US$ auf ihrem Konto verbuchen zu können.

Frontansicht Edwin-Scharff-Haus
Frontansicht Edwin-Scharff-Haus
Bühnenaufbau
Bühnenaufbau

Das Einschreiben der Athleten begann am Donnerstagmorgen, den 30.04.2015.

 

Das Einschreiben hat begonnen, mit Berend Breitenstein und Martin W. Ohlerich
Das Einschreiben hat begonnen, mit Berend Breitenstein und Martin W. Ohlerich
Einschreiben in vollem Gange
Einschreiben in vollem Gange
Athleten- und Coachausweis
Athleten- und Coachausweis
Teenage-Athlet Lukas Bürtin und Familie
Teenage-Athlet Lukas Bürtin und Familie

Nach Abschluss der Anmeldeformalitäten aller Teilnehmer am Freitagabend, den 01.05.2015, war es am Sonnabend, den 02.05.2015, dann so weit, und der Tag des Wettkampfes war gekommen. Um 7:00 Uhr wurden alle teilnehmenden Athleten und ihre Betreuer durch das GNBF-Team begrüßt.


Das GNBF-Team:

Das Jury-Team
Das Jury-Team
Das BackstageTeam
Das BackstageTeam
Philipp Rauscher (Mann vor Ort) und Jonas Notter (Liveticker)
Philipp Rauscher (Mann vor Ort) und Jonas Notter (Liveticker)
„Pro Tan“ war natürlich auch wieder vor Ort.
„Pro Tan“ war natürlich auch wieder vor Ort.
Marc Schumacher – Backstage-Fotograf
Marc Schumacher – Backstage-Fotograf

Anschließend blieb den Aktiven genügend Zeit, um sich im Backstage-Bereich auf ihren Auftritt vorzubereiten, auf den sie so lange hingearbeitet hatten.

Pumping up!
Pumping up!
Sergej Löwen bei letzten Vorbereitungen kurz vor dem Auftritt
Sergej Löwen bei letzten Vorbereitungen kurz vor dem Auftritt

Jedem Teilnehmer gebührt größter Respekt. Wer bereits selbst einmal eine harte Diät und hochintensives Training über einen längeren Zeitraum durchgezogen hat, weiß, welche Entbehrungen und Schmerzen mit einer Wettkampfvorbereitung verbunden sind.

 

Die Vorwahl begann um 9:00 Uhr mit der Wertung der Teenage-Klasse.

 

Teenage (bis zum vollendeten 17. Lebensjahr)

 

Jeder der sechs jungen Athleten, die in dieser Klasse an den Start gingen, präsentierte sich in einer sehr guten Form. Lukas Bürtin auf dem 5. Platz hätte mit etwas mehr Muskelmasse bei gleicher Muskelhärte sicherlich um einen Platz in den Top 3 mitgekämpft. Justin Kranz auf dem 4. Platz zeigte sich im Oberkörper top definiert. Wären seine Oberschenkel ebenso scharf gezeichnet gewesen wie sein Oberkörper, dann hätte er durchaus weiter oben angreifen können. Akin Gezgüc aus der Türkei wurde Dritter. Er ist ein sehr ausgewogen entwickelter Athlet mit einer schönen Linie und ausgezeichneter Muskelteilung am ganzen Körper. Den 2. Platz belegte Marc Zaffino, der mit seiner großartigen Form dem Klassensieger Maximilian Schulze dicht auf den Fersen war. Obwohl Maximilian nicht optimal gebräunt auf der Bühne stand, gewann er knapp, aber verdient die Teenage-Klasse. Er zeigte die meiste Muskelmasse aller Teenage-Athleten in Verbindung mit scharfer Muskeldefinition. Seine Oberschenkelentwicklung gehörte mit zu den besten des gesamten Wettkampfes.

 

Maximilian Schulze (1.)
Maximilian Schulze (1.)
Marc Zaffino (2.)
Marc Zaffino (2.)
Justin Kranz (4.)
Justin Kranz (4.)
Line-up (v. l. n. r.): Akin Gezgüc (3.), Marc Zaffino (2.), Maximilian Schulze (1.), Justin Kranz (4.), Lukas Bürtin (5.), Tim Schiemann (6.)
Line-up (v. l. n. r.): Akin Gezgüc (3.), Marc Zaffino (2.), Maximilian Schulze (1.), Justin Kranz (4.), Lukas Bürtin (5.), Tim Schiemann (6.)


Junioren
(bis zum vollendeten 21. Lebensjahr)

 

In der Junioren-Klasse präsentierten sich 11 Athleten. Auf dem 5. Platz kam Alexander Pehböck aus Österreich, der eine solide Leistung zeigte. Den 4. Platz belegte Christian Lang. Christian verfügt über eine großartige Linie mit einer schlanken Taille und einer ausladenden Schulterpartie. Alexander Berglehner auf dem 3. Rang klopfte mit seiner kompakten Muskelmasse und guter Muskeldefinition ganz oben an. Insbesondere seine großartige Oberschenkel- und Rückenentwicklung zogen die Blicke auf sich. Bei etwas verbesserter Muskelschärfe wird er seinen Weg gehen und zukünftig große Erfolge als Wettkämpfer erzielen. Siraj Mohamed auf dem 2. Platz überzeugte durch seine ausgewogene Körperentwicklung und seine scharf definierte Muskulatur. Mit etwas mehr Muskelbreite im Rücken hätte er diese Klasse gewinnen können. Samy Chalvatsis trat mit der besten Muskeldefinition des gesamten Junioren-Feldes und einer sehr ästhetischen Linie an und sicherte sich so den Titel in dieser Klasse.

Samy Chalvatsis (1.)
Samy Chalvatsis (1.)
Siraj Mohamed (2.)
Siraj Mohamed (2.)
Alexander Berglehner (3.)
Alexander Berglehner (3.)
Line up
Line up
Die Top 5 (v. l. n. r.): Alexander Pehböck (5.), Alexander Berglehner (3.), Samy Chalvatsis (1.), Siraj Mohamed (2.), Christian Lang (4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Alexander Pehböck (5.), Alexander Berglehner (3.), Samy Chalvatsis (1.), Siraj Mohamed (2.), Christian Lang (4.)


Junioren Physique (bis zum vollendeten 21. Lebensjahr)

 

Erstmalig in der nunmehr 12-jährigen Geschichte der German Natural Bodybuilding & Fitness Federation wurde die Physique-Klasse ausgeschrieben. Den Beginn hierbei machten vier junge Athleten, die sich alle in sehr guter Verfassung präsentierten. Edgard Hornbacher auf dem 4. Platz ist ein hochgewachsener Athlet. Obwohl das Muskelvolumen als Wertungskriterium der Physique-Klasse nicht den gleichen Stellenwert besitzt wie in den Bodybuilding-Klassen, hätte er mit etwas mehr Muskelsubstanz einen optisch noch besseren Eindruck vermittelt. Platz 2 ging einstimmig an Justin Kranz, der in Übereinstimmung mit den Wertungskriterien in dieser Klasse eine großartige Kombination aus Muskelvolumen und Muskelzeichnung präsentierte. Unangefochtener Sieger der Junioren-Physique-Klasse aber wurde Stefano Lau. Stefano verkörpert nahezu optimal die Anforderungen, die an die Teilnehmer der Physique-Klasse gestellt werden. Somit konnte er in überzeugender Manier, mit einstimmiger Jury-Wertung, die Junioren-Physique-Klasse gewinnen.

 

Stefano Lau (1.)
Stefano Lau (1.)
Justin Kranz (2.)
Justin Kranz (2.)


Männer Physique

 

Die Männer-Physique-Klasse sah 11 Wettkämpfer auf der Bühne. Wäre hier nach Bodybuilding-Kriterien bewertet worden, so hätte die muskulöse Oberkörperentwicklung von Marek Lahoda (6.) aus der Tschechischen Republik und Szymon Pozniak (7.) in ihren jeweiligen Klassen sicherlich für einiges Aufsehen gesorgt. Beide Athleten befanden sich in herausragender Form. Für die Physique-Kategorie zeigten Marek und Szymon aber etwas zu stark ausgeprägte Muskelmasse. Besonders Szymon präsentierte neben hoher Muskelmasse zusätzlich noch eine sehr definierte und vaskuläre Oberkörpermuskulatur. Den 5. Platz erreichte Sergej Löwen. Sergej ist sehr harmonisch entwickelt, und auch er war für diese Klasse beinahe schon zu definiert. Auf den 4. Rang kam Alexander Groß mit seiner ästhetischen Linie und einer sehr guten Kombination aus Muskelmasse und Muskelhärte. Alex Ricker auf dem 3. Platz überzeugte durch eine tolle Linie mit breiten Schultern und einer positiven Ausstrahlung. Der Libanese Ali Jad Ghadban ist ein Athlet, der wie geschaffen scheint für die Physique-Klasse. Er brachte gut definierte und wohlgeformte Muskulatur auf die Bühne. Am Ende gewann Daniel Rüschenschmidt hochverdient diese Klasse, und er präsentierte sich in großartiger Verfassung. Daniel zeigte an diesem Abend das beste Gesamtpaket von allen Teilnehmern der Männer-Physique-Kategorie und überzeugte auch durch seinen professionellen Bühnenauftritt.

 

Daniel Rüschenschmidt (1.)
Daniel Rüschenschmidt (1.)
Ali Jad Ghadban (2.)
Ali Jad Ghadban (2.)
Alex Ricker (3.)
Alex Ricker (3.)
Alexander Gross (4.)
Alexander Gross (4.)
* Szymon Pozniak (7.)
* Szymon Pozniak (7.)
Die Top 5 der Männer-Physique-Klasse (v. l. n. r.): Sergej Löwen (5.), Alex Ricker (3.), Daniel Rüschenschmidt (1.), Ali Jad Ghadban (2.), Alexander Gross (4.)
Die Top 5 der Männer-Physique-Klasse (v. l. n. r.): Sergej Löwen (5.), Alex Ricker (3.), Daniel Rüschenschmidt (1.), Ali Jad Ghadban (2.), Alexander Gross (4.)


Physique-Gesamtsieg

 

Im Stechen um den Gesamtsieg konnte sich Stefano Lau nach seinem Klassensieg bei den Junioren nun auch gegen Daniel Rüschenschmidt, den Sieger der Männer-Physique-Klasse, durchsetzen und sicherte sich somit den Gesamtsieg der Physique-Klasse.

 

Stefano Lau (Gesamtsieger Männer Physique)
Stefano Lau (Gesamtsieger Männer Physique)
Daniel Rüschenschmidt (li., 2.), Stefano Lau (re., 1.)
Daniel Rüschenschmidt (li., 2.), Stefano Lau (re., 1.)
Daniel Rüschenschmidt (li., 2.), Stefano Lau (re., 1.)
Daniel Rüschenschmidt (li., 2.), Stefano Lau (re., 1.)


Frauen Bikini

 

Ebenso wie die Männer-Physique-Klasse, erlebte auch die Frauen-Bikini-Klasse ihre Premiere bei einer Meisterschaft der GNBF e. V. Diese Kategorie fand nicht nur im Publikum viele Fürsprecher, sondern erfreute sich auch an einer hohen Anzahl von Teilnehmerinnen. 14 Athletinnen stellten sich der Jury, und alle befanden sich in großartiger Verfassung. Ähnlich wie bei der Wertung in der Männer-Physique-Klasse, wäre es hier im Endergebnis bei einer Beurteilung nach Bodybuilding- oder Athletik-Kriterien am Ende sicherlich zu anderen Resultaten gekommen, denn einige Teilnehmerinnen zeigten sich für die Bikini-Klasse leider zu definiert. Insbesondere der achtplatzierten Anja Zürcher aus der Schweiz wäre ein zukünftiger Start in der Frauen-Athletik-Klasse zu empfehlen. Sie zeigte eine tolle Form, war aber zu hart austrainiert, um in der Bikini-Kategorie bis in das Finale der besten Fünf vorzudringen. In leicht abgemilderter Form trifft das auch für Anne Siol, die GNBF e. V. Deutsche Meisterin 2014 der Figur-Klasse, zu. Anne präsentierte sich in Top-Form, sollte aber aufgrund ihrer immer deutlicher sichtbaren Muskeldefinition auch einen eventuellen Wechsel zur Athletik-Klasse in Erwägung ziehen. Den 5. Platz belegte die in großartiger Verfassung angetretene Jennifer Schmidt. Mit ihrer symmetrischen Körperentwicklung und ihrer frischen Ausstrahlung konnte sie sich verdient im Finale platzieren. Platz 4 ging an Mardhiana Grabert, die durch ihre vitale Präsenz und ihren wohlproportionierten und gut trainierten Körper überzeugen konnte. Die ersten drei Plätze der Bikini-Klasse belegten Teilnehmerinnen aus der Tschechischen Republik. Tatjana Nemna auf dem 3. Rang, Šárka Čejková als Zweitplatzierte und Monika Melčáková als Siegerin überzeugten alle durch ihre großartige Form und ihre professionelle Bühnenpräsentation.

 

Monika Melčáková (1.)
Monika Melčáková (1.)
Šárka Čejková (2.)
Šárka Čejková (2.)
Tatiana Nemna (3.)
Tatiana Nemna (3.)
Jennifer Schmidt (5.)
Jennifer Schmidt (5.)
Line-up aller Teilnehmerinnen
Line-up aller Teilnehmerinnen
v. l. n. r.: Alma Schweizer (13.), Viktoria Moravska (10), Karolina Wojcik (7), Ramona Arendt (9), Evgeniya Zhgunova (9. – Tiebreak)
v. l. n. r.: Alma Schweizer (13.), Viktoria Moravska (10), Karolina Wojcik (7), Ramona Arendt (9), Evgeniya Zhgunova (9. – Tiebreak)
v. l. n. .r.: Monika Melčáková (1.), Tatiana Nemna (3.), Anja Zürcher (8.), Šárka Čejková (2.), Martina Ludwig (13.), Mardhiana Grabert (4.)
v. l. n. .r.: Monika Melčáková (1.), Tatiana Nemna (3.), Anja Zürcher (8.), Šárka Čejková (2.), Martina Ludwig (13.), Mardhiana Grabert (4.)
v. l. n. r:. Monika Melčáková (1.), Evgeniya Zhgunova (9.), Jennifer Schmidt (5.), Anne Siol (6.)
v. l. n. r:. Monika Melčáková (1.), Evgeniya Zhgunova (9.), Jennifer Schmidt (5.), Anne Siol (6.)
Die Top 5 der Bikini-Klasse (v. l. n. r.): Jennifer Schmidt (5.), Tatiana Nemna (3.), Monika Melčáková (1.), Šárka Čejková (2.), Mardhiana Grabert (4.)
Die Top 5 der Bikini-Klasse (v. l. n. r.): Jennifer Schmidt (5.), Tatiana Nemna (3.), Monika Melčáková (1.), Šárka Čejková (2.), Mardhiana Grabert (4.)


Frauen Athletik

 

In der Athletik-Klasse traten fünf Teilnehmerinnen an. Platz 5 ging an Evelyn Stiefelhagen, die leider nicht definiert genug war, um sich weiter vorne zu platzieren. Den 4. Platz belegte Inna Bojarinzew, eine junge Athletin mit großem Potenzial. Gleiches gilt für die drittplatzierte Kathrin Huber aus Österreich, die lediglich etwas schärfere Muskeldefinition insbesondere im Oberschenkelbereich benötigt, um sich ganz oben platzieren zu können. Ebenfalls für Österreich am Start zeigte sich Sonja Fiala sehr gut austrainiert, als Lohn hierfür konnte sie den Titel der Vizemeisterin in dieser Kategorie mit nach Hause nehmen. Einstimmige Siegerin der Frauen-Athletik-Klasse wurde Zapine Anete aus Lettland. Zapine präsentierte eine tolle Kombination aus Muskelentwicklung und Muskelhärte, gepaart mit einer sehr schönen Linie. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich die weitere sportliche Laufbahn dieser Top-Athletin entwickelt.

 

Zanete Apine
Zanete Apine
Sonja Fiala (2.)
Sonja Fiala (2.)
Kathrin Huber (3.)
Kathrin Huber (3.)
Inna Bojarinzew (li., 4.), Kathrin Huber (re., 3.)
Inna Bojarinzew (li., 4.), Kathrin Huber (re., 3.)
v. l. n. r.: Inna Bojarinzew (4.), Kathrin Huber (3.), Zanete Apine (1.), Evelyn Stiefelhagen (5.), Sonja Fiala (2.)
v. l. n. r.: Inna Bojarinzew (4.), Kathrin Huber (3.), Zanete Apine (1.), Evelyn Stiefelhagen (5.), Sonja Fiala (2.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Evelyn Stiefelhagen (5.), Kathrin Huber (3.), Zanete Apine (1.), Sonja Fiala (2.), Inna Bojarinzew (4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Evelyn Stiefelhagen (5.), Kathrin Huber (3.), Zanete Apine (1.), Sonja Fiala (2.), Inna Bojarinzew (4.)


Masters über 40

 

Alle fünf Teilnehmer der Masters-Klasse über 40 Jahren präsentierten sich in sehr guter Form. Christian Unfried verfügt über eine schöne Linie, benötigt aber zukünftig noch mehr Muskelmasse und etwas bessere Muskelhärte, um ganz oben angreifen zu können. Andreas Kling auf dem 4. Platz beeindruckte durch seinen enorm massiven Oberkörper, leider fielen die Oberschenkel im Vergleich hierzu etwas ab. Wenn Andreas diese leichte Dysbalance in der Symmetrie ausgleichen kann, so wird er ohne Zweifel zu einem der heißesten Anwärter auf den Titel in dieser Klasse. Die Reihenfolge der Platzierungen der ersten drei Athleten der Masters-über-40-Klasse entsprach exakt der Wertung bei der 11. GNBF e. V. Deutschen Meisterschaft 2014. Raimund Megyeri konnte sich erneut verbessern und präsentierte sich in großartiger Form. Wäre er an diesem Tag nicht erneut auf zwei absolute Ausnahmeathleten gestoßen, hätte er diese Kategorie ohne Probleme gewonnen. Falls es Raimund zukünftig gelingt, noch einen Tick schärfer definiert anzutreten, wird ihn kaum jemand aufhalten können. Jens Berthold zeigte aus meiner Sicht seine bisher beste Form mit gutem Muskelvolumen, einer symmetrischen Körperentwicklung und einer insbesondere im Oberkörperbereich sehr streifigen Muskulatur. Ein hochverdienter 2. Rang für ihn. Rüdiger Lang wiederholte seinen Triumph von 2014. Beim Betrachten von Rüdigers Körpers musste ich an eine zum Leben erweckte griechische Statue denken. Bei ihm passt einfach alles. Eine wunderbare Linie, verbunden mit exzellenter Muskelhärte, bei harmonisch entwickelter Muskelmasse. Dass Rüdiger im Gesamtsiegerstechen nur einem Athleten unterlag und den Wettkampf als zweitbester Teilnehmer aller Klassen beendete, zeugt zusätzlich eindrucksvoll von seiner herausragenden Verfassung an diesem Tag.

 

Rüdiger Lang (1.)
Rüdiger Lang (1.)
Rüdiger Lang (1.) - Rücken
Rüdiger Lang (1.) - Rücken
Jens Berthold (2.)
Jens Berthold (2.)
Raimund Megyeri (3.)
Raimund Megyeri (3.)
Line-up (v. l. n. r.): Rüdiger Lang (1.), Christian Unfried (5.), Raimund Megyeri (3.), Jens Berthold (2.), Andreas Kling (4.)
Line-up (v. l. n. r.): Rüdiger Lang (1.), Christian Unfried (5.), Raimund Megyeri (3.), Jens Berthold (2.), Andreas Kling (4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Christian Unfried (5.), Jens Berthold (2.), Rüdiger Lang (3.), Raimund Megyeri (3.), Frank Pfraumer, Andreas Kling (4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Christian Unfried (5.), Jens Berthold (2.), Rüdiger Lang (3.), Raimund Megyeri (3.), Frank Pfraumer, Andreas Kling (4.)

 

Masters über 50

 

Die Jurywertung in der Masters-Klasse über 50 Jahren ergab sowohl für die Vorwahl als auch für das Finale ein einstimmiges Bild. Andreas Deindl belegte mit einer überzeugenden Leistung den 5. Platz. Mit etwas verbesserter Muskelhärte wird er zukünftig weiter oben anklopfen. Jens Kirchhübel auf dem 4. Platz ist ein sehr massiver Athlet. Mit verbesserter Muskeldefinition stehen für ihn ebenfalls alle Türen im Kampf um eine Top-3-Platzierung offen. Peter Klement war messerscharf definiert und präsentierte ausreichendes Muskelvolumen. Ein verdienter 3. Platz für ihn. Klaus Wolski auf dem 2. Platz überzeugte durch eine großartige Kombination aus Muskelmasse und Muskeldefinition. Am amtierenden Deutschen Meister in dieser Kategorie kam aber auch er nicht vorbei. Rainer Mühl zeigte Weltklasseformat. Mit extrem definierter Muskulatur (seine Bauchmuskeln gehörten mit zu den besten des gesamten Teilnehmerfeldes), gutem Muskelvolumen und seiner wunderbaren Linie sicherte sich Rainer überzeugend den 1. Platz in dieser Kategorie.

 

Rainer Mühl (1.)
Rainer Mühl (1.)
Klaus Wolski (2.)
Klaus Wolski (2.)
Peter Klement (3.)
Peter Klement (3.)
v. l. n. r.: Peter Klement (3.), Rainer Mühl (1.), Klaus Wolski (2.)
v. l. n. r.: Peter Klement (3.), Rainer Mühl (1.), Klaus Wolski (2.)
Line-up (v. l. n. r.): Pavel Pohl (Masters über 60, 1.), Rainer Mühl (1.), Peter Klement (3.), Klaus Wolski (2.), Andreas Deindl (5.), Jens Kirchhübel (4.)
Line-up (v. l. n. r.): Pavel Pohl (Masters über 60, 1.), Rainer Mühl (1.), Peter Klement (3.), Klaus Wolski (2.), Andreas Deindl (5.), Jens Kirchhübel (4.)
Andreas Deindl (5.), Pavel Pohl (Masters über 60, 1.), Klaus Wolski (2.), Rainer Mühl (1.), Peter Klement (3.), Frank Pfraumer, Jens Kirchhübel (4.)
Andreas Deindl (5.), Pavel Pohl (Masters über 60, 1.), Klaus Wolski (2.), Rainer Mühl (1.), Peter Klement (3.), Frank Pfraumer, Jens Kirchhübel (4.)

 

Masters über 60

 

Pavel Pohl aus der Schweiz war der einzige Teilnehmer in dieser Klasse. Er brachte eine großartige Form auf die Bühne. Insbesondere seine Beinentwicklung stach positiv ins Auge, und das ist insofern bemerkenswert, als dass viele Athleten bereits in ihren Vierzigern oder spätestens in den Fünfzigern deutlich an Muskelmasse in dieser Körperpartie einbüßen.

 

Pavel Pohl (1.)
Pavel Pohl (1.)

 

Masters-Gesamtsieg

 

Im Stechen um den Masters-Gesamtsieg standen sich Pavel Pohl (Sieger Masters über 60), Rainer Mühl (Sieger Masters über 50) und Rüdiger Lang (Sieger Masters über 40) gegenüber. Der Masters-Gesamtsieg ging einstimmig an Rüdiger Lang.

 

Somit konnte sich Rüdiger, ebenso wie in 2014 bei der 11. GNBF e. V. Deutschen Meisterschaft, im Gesamtsiegerstechen auch bei der 1. GNBF e. V. internationalen Deutschen Meisterschaft 2015 gegen Rainer Mühl durchsetzen.

 

v. l. n. r.: Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
v. l. n. r.: Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Lat-Pose v. l. n. r.: Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Lat-Pose v. l. n. r.: Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Seitliche Brust (v. l. n. r):. Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Seitliche Brust (v. l. n. r):. Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Doppel-Bizeps von hinten (v. l. n. r.): Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Doppel-Bizeps von hinten (v. l. n. r.): Pavel Pohl, Rainer Mühl, Rüdiger Lang
Rainer Mühl, li.; Rüdiger Lang, re.
Rainer Mühl, li.; Rüdiger Lang, re.
Freunde und sportliche Rivalen: Rainer Mühl, li. und Rüdiger Lang, re.
Freunde und sportliche Rivalen: Rainer Mühl, li. und Rüdiger Lang, re.

 

Bantamgewicht (bis 70,0 kg)

 

Im Bantamgewicht gingen 13 Athleten an den Start. Platz 5 belegte Pierre Kirchberger. Er zeigte eine starke Leistung und mit mehr Rückenbreite und besserer Dichte in der Rückenmuskulatur ist er ein echter Kandidat für eine Platzierung unter den drei besten Athleten dieser Kategorie. Mario Witschas auf dem 4. Platz ist ein Athlet, dessen großartige Form aufgrund zu geringer Bräune leider nicht so richtig zur Geltung kam. Mario ist sehr harmonisch entwickelt und zeigt sehr gute Muskeldefinition am ganzen Körper. Insbesondere seine großartige Bauchmuskulatur war ein Blickfang. Martin Streifinger auf dem 3. Platz präsentierte sich in toller Form. Gutes Muskelvolumen und sehr gute Definition – eigentlich eine „Winnning Combination“, lediglich die etwas zu geringe Rückenbreite verhinderte seinen Sprung nach ganz oben. Platz 2 für Arthur Bill. Arthur war massiv und trocken, mit etwas verbesserter Definition in der Oberschenkelmuskulatur hätte er im Kampf um den Sieg ein noch gewichtigeres Wörtchen mitgeredet. Sergej Löwen war knochenhart und hielt die Konkurrenz gleichzeitig mit seiner sehr gut entwickelten Muskelmasse und seiner schönen Linie auf Distanz. Insbesondere die ästhetisch ausgeprägte V-Form seines Oberkörpers lenkte die Blicke im Line-up und im Vergleichsposing auf sich. Ein verdienter Sieg für diesen Ausnahmeathleten, dessen herausragende Form mit besserer Bräune sogar noch vorteilhafter zur Geltung gekommen wäre.

 

Sergej Löwen (1.)
Sergej Löwen (1.)
Arthur Bill (2.)
Arthur Bill (2.)
Martin Streifinger (3.)
Martin Streifinger (3.)
v. l. n. .r.: Pierre Kirchberger (5.), Sergej Löwen (1.), Kilicaslan Akkül (12.), Arthur Bill (2.), Stefan Schaub (13.), Mario Witschas (4.), Peter Klement (8.)
v. l. n. .r.: Pierre Kirchberger (5.), Sergej Löwen (1.), Kilicaslan Akkül (12.), Arthur Bill (2.), Stefan Schaub (13.), Mario Witschas (4.), Peter Klement (8.)
v.l.n.r. Andreas Getz (11.); Martin Streifinger (3.); Chris Nickel (7.); Ali Ibragimov (9.); Alexander Seel (6.)
v.l.n.r. Andreas Getz (11.); Martin Streifinger (3.); Chris Nickel (7.); Ali Ibragimov (9.); Alexander Seel (6.)
Die Top 5( v. l. n. r.): Pierre Kirchberger (5.), Martin Streifinger (3.), Sergej Löwen (1.), Arthur Bill (2.), Mario Witschas (4.)
Die Top 5( v. l. n. r.): Pierre Kirchberger (5.), Martin Streifinger (3.), Sergej Löwen (1.), Arthur Bill (2.), Mario Witschas (4.)

 

Leichtgewicht (70,1 kg bis 75,0 kg)

 

Mit 16 Teilnehmern war das Leichtgewicht die am stärksten besetzte Klasse bei dieser internationalen Deutschen Meisterschaft. Platz 5 erreichte Robin Palm. Robin ist ein sehr symmetrisch entwickelter Athlet mit einer tollen Linie. Er zeigte echte Top-Form, einzig die etwas geringe Rückendichte verhinderte seine Platzierung unter den Top 3. Denis Hyusein aus Bulgarien überzeugte insbesondere durch seine großartige Muskeldefinition. Mit etwas mehr Muskelmasse bei gleicher Muskelhärte könnte er zukünftig ganz oben angreifen. Platz 3 für Anastasios Fallias aus Griechenland. Der Finalist der internationalen Klasse der 11. GNBF e. V. Deutschen Meisterschaft 2014 überzeugte auf ganzer Linie mit seiner ästhetischen Linie und seiner Kombination aus Muskelvolumen und Muskelhärte. Auch Mario Nakamura gelang nach 2014 erneut der Sprung ins Finale der besten fünf Athleten des Leichtgewichts. Mit hauchdünnem Vorsprung auf den 3. Platz sicherte er sich mit seiner bärenstarken Form den Vizemeister-Titel. An Yordan Rangelov aus Bulgarien gab es an diesem Abend aber für niemanden seiner Konkurrenten ein Vorbeikommen. Yordan belegte einstimmig den 1. Platz und ging hochverdient als Sieger der Leichtgewichtsklasse und später auch als Gesamtsieger der 1. GNBF e. V. internationalen Deutschen Meisterschaft von der Bühne. Ohne Übertreibung kann seine Form an diesem Abend mit „Weltklasse“ beschrieben werden. Massive, kompakte Muskulatur am ganzen Körper, gepaart mit kristallklarer Muskeldefinition, ließen ab der ersten Sekunde seines hochprofessionellen Auftritts keinen Zweifel an seinem Sieg. Dieses ist umso bemerkenswerter, als dass es sich hierbei um Yordans erste Teilnahme an einer Bodybuilding-Meisterschaft überhaupt handelte.

 

Yordan Rangelov (1.)
Yordan Rangelov (1.)
Mario Nakamura (2.)
Mario Nakamura (2.)
Anastasios Fallias (3.)
Anastasios Fallias (3.)
Juri Fege (6.)
Juri Fege (6.)
v. l. n. r.: Danilo Bonaffini (9.), Anastasios Fallias (3.), Yordan Rangelov (1.), Fabian Pilsl (7.), Denis Hyusein (4.)
v. l. n. r.: Danilo Bonaffini (9.), Anastasios Fallias (3.), Yordan Rangelov (1.), Fabian Pilsl (7.), Denis Hyusein (4.)
v. l. n. r.: Alex Casella (11), Mario Nakamura (2.), Lenn van Beek (13.), Christopher Ingram (11. Tiebreak), Fabian Schade (10.), Timo Kaschuba (13.)
v. l. n. r.: Alex Casella (11), Mario Nakamura (2.), Lenn van Beek (13.), Christopher Ingram (11. Tiebreak), Fabian Schade (10.), Timo Kaschuba (13.)
Yordan Rangelov (li., 1.), Mario Nakamura (re., 2.)
Yordan Rangelov (li., 1.), Mario Nakamura (re., 2.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Robin Palm (5.), Anastasios Fallias (3.), Yordan Rangelov (1.), Jochen Möhrstädt, Denis Hyusein (4.), Mario Nakamura (2.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Robin Palm (5.), Anastasios Fallias (3.), Yordan Rangelov (1.), Jochen Möhrstädt, Denis Hyusein (4.), Mario Nakamura (2.)

 

Mittelgewicht (75,1 kg bis 80,0 kg)

 

13 Teilnehmer kämpften im Mittelgewicht um den Einzug ins Finale. Josef Fraunhofer belegte den 5. Rang. Josef ist sehr harmonisch entwickelt, zeigte eine schöne Linie und gute Muskelhärte. Mit etwas mehr Muskelmasse könnte er sich zukünftig durchaus bis in die Top 3 dieser Kategorie vorarbeiten. Benny Braun präsentierte dichte und gut definierte Muskulatur. Wahrscheinlich verhinderte seine eher schmale Schulterbreite eine Platzierung noch weiter vorne. Jakub Mily aus der Tschechischen Republik ist ein sehr ästhetisch entwickelter Athlet mit einer großartigen V-Form, scharf definierter Muskulatur und exzellenter Oberschenkelentwicklung. Es ist schwer an Jakubs Körper eine Schwäche zu erkennen. Einzig die im Vergleich zu seinen Konkurrenten etwas geringere Muskeldefinition im oberen Rücken- und Beinbereich verhinderte eine noch bessere Platzierung. Mit knappem Vorsprung auf den 3. Rang sicherte sich Lukas Maxerath den 2. Platz in dieser Kategorie. Lukas verfügt über die besten Voraussetzungen, um diese Klasse zu gewinnen. Knallhart definierte Muskelmasse am ganzen Körper in Verbindung mit einer schönen Linie waren an diesem Abend seine Erfolgsfaktoren. Einstimmig auf den 1. Platz wählte die Jury Eduardo Carillo aus Kuba. Irgendwie erinnerte mich die Form von Eduardo an eine kleinere Version eines anderen kubanischen Bodybuilders, der unter dem Spitznamen „The Myth“ weltbekannt wurde. Eddy präsentierte kompakte, dichte und sehr gut definierte Muskulatur. Seine Bauchmuskeln waren stets deutlich sichtbar, und es schien ihm keine größere Anstrengung zu bereiten, seine Mittelpartie während des gesamten Wettkampfes in allen Konturen ins beste Licht zu rücken. Obwohl seine Körpermuskulatur insgesamt äußerst beeindruckend war, fielen dem Betrachter besonders die massiven Brustmuskeln dieses jungen Athleten auf. Eduardo konnte sich nach seinem 2. Platz in einem 20-köpfigen Teilnehmerfeld in der internationalen Klasse der 11. GNBF e. V. Deutschen Meisterschaft 2014 nun hochverdient den Sieg im Mittelgewicht bei der 1. GNBF e. V. internationalen Deutschen Meisterschaft 2015 sichern.

 

Eduardo Carillo (1.)
Eduardo Carillo (1.)
Lukas Maxerath (2.)
Lukas Maxerath (2.)
Jakub Mily (3.)
Jakub Mily (3.)
v. l. n. r.: Lukas Maxerath (2.), Ralf Schmidt (11.), Joe Klee (8.), Johann Enthammer (13.), Jakub Mily (3.), Benny Braun (4.), Daniel Rüschenschmidt (12.)
v. l. n. r.: Lukas Maxerath (2.), Ralf Schmidt (11.), Joe Klee (8.), Johann Enthammer (13.), Jakub Mily (3.), Benny Braun (4.), Daniel Rüschenschmidt (12.)
v. l. n. r.: Josef Fraunhofer (5.), Maximilian Molitor (9.), Holger Walden (7.), Eduardo Carillo (1.), Jens Kirchhübel (10.)
v. l. n. r.: Josef Fraunhofer (5.), Maximilian Molitor (9.), Holger Walden (7.), Eduardo Carillo (1.), Jens Kirchhübel (10.)
Jakub Mily (li., 3.), Benny Braun (re., 4.)
Jakub Mily (li., 3.), Benny Braun (re., 4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Josef Fraunhofer (5.), Jakub Mily (3.), Lukas Maxerath (2.), Eduardo Carillo (1.), Benny Braun (4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Josef Fraunhofer (5.), Jakub Mily (3.), Lukas Maxerath (2.), Eduardo Carillo (1.), Benny Braun (4.)

 

Leicht-Schwergewicht (80,1kg bis 85,0kg)

 

Das Leicht-Schwergewicht sah ein Feld von sechs Athleten. Platz 5 belegte Dennis Bohne. Dennis zeigte gute Muskeldefinition, benötigt aber insgesamt noch mehr Muskelmasse, um sich weiter oben zu platzieren. Der 4. Platz ging an Mirko Burger. Auch Mirko war gut definiert, und mit einigen Kilogramm zusätzlicher Muskelmasse bei gleicher Härte hat er eine echte Chance, in die Top 3 in dieser Kategorie vorzustoßen. Raimund Megyeri überzeugte wie auch schon kurz zuvor bei seinem Start in der Masters-über-40-Klasse ebenfalls im Leicht-Schwergewicht und konnte sich am Ende verdient erneut als Drittplatzierter durchsetzen. Jens Berthold wiederholte mit seiner hervorragenden Verfassung die erreichte Platzierung in der Masters-über-40-Klasse und wurde auch im Leicht-Schwergewicht Deutscher Vizemeister. Meeko Mikolaschek sicherte sich in überzeugender Manier den Sieg. Meeko zeigte keine erkennbaren körperlichen Schwächen. Die von ihm an diesem Tag präsentierte herausragende Kombination aus Muskelmasse und Muskelhärte, gepaart mit einer schönen Linie, war für seine Konkurrenten im Leicht-Schwergewicht nicht zu überwinden.

 

Meeko Mikolaschek (1.)
Meeko Mikolaschek (1.)
Meeko Mikolaschek – Rücken
Meeko Mikolaschek – Rücken
Jens Berthold (2.)
Jens Berthold (2.)
Raimund Megyeri (3.)
Raimund Megyeri (3.)
v. l. n. r.: Mirko Burger (4.), Meeko Mikolaschek (1.), Raimund Megyeri (3.)
v. l. n. r.: Mirko Burger (4.), Meeko Mikolaschek (1.), Raimund Megyeri (3.)
Line up v.l.n.r Mirko Burger (4.); Meeko Mikolaschek (1.); Raimund Megyeri (3.); Dennis Bohne (5.); Jens Berthold (2.); Sebastian Behr (6.)
Line up v.l.n.r Mirko Burger (4.); Meeko Mikolaschek (1.); Raimund Megyeri (3.); Dennis Bohne (5.); Jens Berthold (2.); Sebastian Behr (6.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Dennis Bohne (5.), Jens Berthold (2.), Meeko Mikolaschek (1.), Mirko Burger (4.), Frank Pfraumer
Die Top 5 (v. l. n. r.): Dennis Bohne (5.), Jens Berthold (2.), Meeko Mikolaschek (1.), Mirko Burger (4.), Frank Pfraumer

 

Schwergewicht (ab 85,1 kg)

 

Bei früheren GNBF e. V.-Meisterschaften zahlenmäßig eher geringer besetzt, gingen dieses Mal im Schwergewicht 13 Athleten an den Start. Der sehr hohe Leistungsstand dieser Klasse wurde unter anderem auch dadurch deutlich, dass es dem in guter Form angetretenen Schwergewichts-Sieger von 2014, Fabrice Labako, nicht gelang, in das Feld der besten fünf Athleten vorzudringen. Auch Panagiotis Malausis aus Griechenland hätte durchaus einen Finalplatz verdient gehabt. Seine Form war sehr gut. Äußerst ästhetisch entwickelte Muskelmasse bei guter Muskelhärte und einer kraftvollen Bühnenpräsenz zeichneten diesen Athleten aus.

 

Christian Kellenberger präsentierte sich in guter Form, schrammte aber leicht an seiner absoluten Bestform vorbei. Christians Körper ist massiv entwickelt, mit seiner ausladenden Schulterpartie lässt er seine Konkurrenten im Line-up beinahe schmal erscheinen. Leider mangelte es bei ihm an diesem Tag an der erforderlichen Muskeldefinition für den Sprung in die Top 3. Bei Christian Schmidt auf dem 4. Rang sah es genau andersherum aus. Christian war sehr gut definiert, ihm fehlen aber noch einige Kilogramm magerer Muskelmasse für den ganz großen Triumph im Schwergewicht. Vitali Lukarewski erreichte einen hochverdienten 3. Platz in diesem sehr starken Teilnehmerfeld. Mit seiner sehr schönen Linie, in Verbindung mit gut entwickelter Muskelmasse und scharf gezeichneter Muskeldefinition, belegte er knapp hinter Florian Lang den 3. Platz. Florian überzeugte ebenfalls voll und ganz. Er präsentierte eine tolle Symmetrie und massive, dichte und scharf definierte Muskulatur am ganzen Körper. Sieger im Schwergewicht wurde der Vize-Deutsche Meister von 2013, Chris Noack. Chris zeigte eine Kombination aus Muskelmasse und Muskelhärte, die von seinen Konkurrenten in dieser Klasse nicht zu bezwingen war. Er musste hart für seinen Erfolg kämpfen, immer wieder forderten ihn die Kampfrichter zu schweißtreibenden und kräftezehrenden Vergleichen auf, insbesondere mit Florian und Vitali. Am Ende des Tages konnte Chris seiner Wettkampfbilanz einen verdienten Sieg im Schwergewicht bei der 1.internationalen Deutschen Meisterschaft der GNBF e. V. hinzufügen.

 

Chris Noack (1.)
Chris Noack (1.)
Florian Lang (2.)
Florian Lang (2.)
Vitali Lukarewski (3.)
Vitali Lukarewski (3.)
Christian Schmidt (4.)
Christian Schmidt (4.)
Fabrice Labako (7.)
Fabrice Labako (7.)
Vitali Lukarewski (li., 3.), Christian Kellenberger (re., 5.)
Vitali Lukarewski (li., 3.), Christian Kellenberger (re., 5.)
Florian Lang (2.), Chris Noack (1.)
Florian Lang (2.), Chris Noack (1.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Christian Kellenberger (5.), Vitali Lukarewski (3.), Florian Lang (2.), Chris Noack (1.), Christian Schmidt (4.)
Die Top 5 (v. l. n. r.): Christian Kellenberger (5.), Vitali Lukarewski (3.), Florian Lang (2.), Chris Noack (1.), Christian Schmidt (4.)

 

Gesamtsiegerstechen

 

Im Gesamtsiegerstechen traten die Gewinner der Teenage-Klasse, der Junioren-Klasse, der Masters-Gesamtsieger sowie die Sieger des Bantamgewichts, des Leichtgewichts, des Mittelgewichts, des Leicht-Schwergewichts und des Schwergewichts gegeneinander an. Yordan Rangelov war auch hier nicht zu stoppen und sicherte sich unangefochten den Gesamtsieg!

 

Yordan Rangelov, Gesamtsieger, und Berend Breitenstein, GNBF e.V.-Gründer
Yordan Rangelov, Gesamtsieger, und Berend Breitenstein, GNBF e.V.-Gründer
v. l. n. r.: Chris Noack (3.), Meeko Mikolaschek (4.), Eduardo Carillo (5.), Yordan Rangelov (1.)
v. l. n. r.: Chris Noack (3.), Meeko Mikolaschek (4.), Eduardo Carillo (5.), Yordan Rangelov (1.)
Rüdiger Lang (li., 2.); Yordan Rangelov (re, 1.)
Rüdiger Lang (li., 2.); Yordan Rangelov (re, 1.)
Rüdiger Lang (li., 2.); Yordan Rangelov (re, 1.)
Rüdiger Lang (li., 2.); Yordan Rangelov (re, 1.)
Line-up der Klassensieger (v. l. n. r.): Chris Noack, Meeko Mikolaschek, Eduardo Carillo, Yordan Rangelov, Sergej Löwen, Rüdiger Lang, Samy Chalvatsis, Maximilian Schulze
Line-up der Klassensieger (v. l. n. r.): Chris Noack, Meeko Mikolaschek, Eduardo Carillo, Yordan Rangelov, Sergej Löwen, Rüdiger Lang, Samy Chalvatsis, Maximilian Schulze

 

GNBB Pro Divison

 

Zusätzlich zur 1. internationalen Deutschen Meisterschaft der GNBF e. V. erlebte am 02.05.2015 eine weitere Veranstaltung ihre Premiere: Vier Top-Athleten kämpften um insgesamt 3.000 US$ Preisgeld des erstmalig ausgeschriebenen Wettkampfes der GNBB (German Natural Bodybuilding) Pro Division. Benny Braun (GNBF e. V. Deutscher Meister 2012 im Mittelgewicht) zeigte eine starke Leistung und erreichte den 4. Platz. Anastasios Fallias, Sieger der ANBF Österreichischen Meisterschaft von 2014, wurde überzeugend Dritter und erhielt hierfür einen Scheck über 500 US$.

 

Als im Vorfeld dieses Wettkampfes die Teilnahme-Anmeldungen der Athleten an der GNBB Pro Division feststanden, wurde bereits über einen möglichen Titel-Zweikampf zwischen dem GNBF e. V. Deutschen Meister 2011 im Mittelgewicht, Daniel Gildner, und Patrick Teutsch, dem GNBF e. V. Deutschen Meister im Leicht-Schwergewicht 2013 und UIBBN Europameister 2013, spekuliert. Daniel zeigte sich sehr massiv, kompakt und vaskulär bei gleichzeitig guter Muskeldefinition. Im direkten Vergleich mit Patrick fiel allerdings Daniels schwächere Muskelteilung, insbesondere im Oberschenkel- und Rückenbereich, auf. Patrick war in Top-Form und ließ von der ersten Sekunde des Wettkampfes keinen Zweifel daran, dass er an diesem Abend die Bühne als Gewinner verlassen würde. Wäre Daniel schärfer definiert angetreten, hätte es durchaus anders ausgehen können, so aber war das Votum der Kampfrichter mit 5 : 0 Stimmen für Patrick eindeutig. Daniel erhielt für seinen 2. Platz 1.000 US$, und Patrick konnte sich verdientermaßen über 1.500 US$ Siegprämie freuen.

 

Berend Breitenstein und Patrick Teutsch
Berend Breitenstein und Patrick Teutsch
Patrick Teutsch (1.)
Patrick Teutsch (1.)
Daniel Gildner (2.)
Daniel Gildner (2.)
Anastasios Fallias (3.)
Anastasios Fallias (3.)
Benny Braun (4.)
Benny Braun (4.)
v. l. n. r.: Benny Braun (4.), Anastasios Fallias (3.), Patrick Teutsch (1.), Daniel Gildner (2.)
v. l. n. r.: Benny Braun (4.), Anastasios Fallias (3.), Patrick Teutsch (1.), Daniel Gildner (2.)
v. l. n. r.: Anastasios Fallias (3.), Patrick Teutsch (1.), Daniel Gildner (2.)
v. l. n. r.: Anastasios Fallias (3.), Patrick Teutsch (1.), Daniel Gildner (2.)
v. l. n. r. Benny Braun (4.), Daniel Gildner (2.), Patrick Teutsch (1.), Anastasios Fallias (3.)
v. l. n. r. Benny Braun (4.), Daniel Gildner (2.), Patrick Teutsch (1.), Anastasios Fallias (3.)

 

Fazit:

 

Die Premiere der 1. GNBF e. V. Internationalen Deutschen Meisterschaft darf durchaus als sehr gut gelungen bezeichnet werden. Die Planungen für eine Neuauflage laufen bereits, mehr hierzu via Newsletter an alle GNBF e. V.-Mitglieder, auf www.gnbf.de und via Facebook.

 

 

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